Bitte keine heisse Asche einwerfen

Archive for the 'Bahn' Category

Fahrgastinformation

Friday, September 25th, 2009

Via Johl

Scheiss Bahn

Sunday, September 6th, 2009

Fahrkartenautomat am Flughafen Hannover schluckte meine EC Karte nicht. Zum nächsten Geldautomaten gegangen (5 Minuten entfernt) und Bargeld gezogen. Zurück am Automaten: Schlange. Als ich dran bin noch zwei Minuten Zeit bis Abfahrt.

Zum Fahrer gegangen und Problem geschildert. Habe keine Fahrkarte kaufen können. Antwort: “Wenn Sie keine Karte haben, würde ich nicht mit diesem Zug fahren.” Grossartige Antwort. Hat er bestimmt auf der Bahnschule gelernt. Ich: Geht nicht. Muss nach Hause. Nächste S-Bahn kommt erst in zwei Stunden. (Was das Arschloch natürlich weiss. Aber warum sollte er auch nett zu mir sein? Sein Arbeitgeber ist es zu ihm ja auch nicht.)

Er: Dann können Sie sich ja mit der Schaffnerin auseinandersetzen.

Der Schaffnerin wieder die Geschichte erzählt. Sie Handautomat gezückt und dabei erklärt, dass man ja eigentlich keine Karten im Zug kaufen kann. Die Karte kostet 12 statt 10 Euro. Weil im Zug gelöst. Ich sage, dass ich das als unfair empfinde, denn ich habe versucht die Karte am Automaten zu kaufen. Sie sagt, der Handautomat schlage automatisch zwei Euro drauf. (Glauben wir das? Ist mein Problem tatsächlich nicht vorgesehen? Deutsche Bahnfahrkartenautomaten funktionieren immer? Ich überlege für eine Sekunde einen Aufstand zu machen, aber verwerfe das gleich wieder. Für zwei Euro kein weiteres Theater ist doch sozusagen billig. Ausserdem tut mir die Schaffnerin leid)

Wie auch immer, Freundlich geht anders.

Zum Beispiel so: Verlässt man am Genfer Flughafen das Ankunftsterminal, kommt man an einem Automaten vorbei, der kostenlose Tickets, 80 Minuten gültig, für ein beliebiges Ziel in der Stadt, austeilt.

Und im Hotel wird mir völlig unerwartet eine Fahrkarte für das gesamte Genfer Verkehrsnetz gegeben. Gültig für beide Tage.

Ist das zu fassen? Für mich als DB-”Kunden” klingt das wie Science-Fiction. Wie finanzieren die das? Warum machen sie es Orts- und Sprachunkundigem so einfach? Und wieso sind die alle so freundlich? Da muss doch ein Haken bei sein? Das ist doch nicht normal?

Warum ich Zeit habe, belangloses Bahngenöle ins Blog zu tippen? Ich brauche von Hannover-Flughafen bis Göttingen 2 Stunden 50 Minuten. Stünde mein Auto nicht noch beim Autohändler, sondern am Flughafenparkplatz, wäre ich in 1 Stunde 30 Minuten in Göttingen gewesen und hätte keinen Ärger gehabt.

Aber ich hätte nicht bloggen können dabei.

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Split Brain

Friday, January 19th, 2007


Einer der gefürchtetsten Fehlerzustände bei hochverfügbaren Systemen wie z.B. der Deutschen Bahn ist eingetreten

Zug fällt aus

Saturday, May 6th, 2006

Kürzlich reiste ich mit der Bahn von Wiesbaden nach Göttingen. Leider konnte der Regional Express von Wiesbaden nach Frankfurt nicht pünktlich abfahren, teilte uns der Zugführer über den Bordfunk mit. Denn der elektronische Fahrplan im Fahrstand sei ausgefallen und es müsse nun eine Papierversion per Fax besorgt werden. Das ist natürlich nachvollziehbar. Ohen Fahrplan, weiss der Mann ja gar nicht, wo er anhalten muss und so. Ich spielte kurz mit dem Gedanken schnell einen Fahrplan per GPRS zu besorgen und damit vielleicht den Anschluss in Frankfurt zu retten. Aber erstens hätte eine nicht ausdruckbare Version auf einem Laptop den hohen Anforderungen an Fahrpläne eh nicht genügt und es hätte auch zu lange gedauert. 30 Minuten später setzte sich der Zug in Bewegung.

Der ICE um 19:13 in Frankfurt war damit unerreichbar. Und Freitag Abends von Frankfurt nach Norden verspricht ohne Reservierung ein geselliges Sit-In auf dem Boden zu werden, weil diese Züge gerne mal ausgebucht sind. Meine Freude darüber war unbeschreiblich.

Noch größer wurde sie, als ich am Bahnsteig für den nächsten ICE folgende Anzeige lesen musste:

Zug Faellt aus

Es kam mir verdächtig vor, dass angesichts dieser Katastrophe nicht eine einzige Durchsage am Bahnsteig gemacht wurde und ich trollte mich lieber nicht sofort zum nächsten Kiosk um meinen Kummer in überteuertem Bahnhofsbier zu ertränken, sondern wagte es vorsichtshalber einen ebenfalls unglücklich dreinblickenden uniformierten Mitarbeiter der Bahn zu fragen, ob diese “Zug fällt aus” Laufschrift denn wohl den Tatsachen entspreche. Seine Antwort war verblüffend:

Ja, diesen Zug gäbe es bereits seit eine Woche nicht mehr. Fragender Blick meinerseits. Gequälter Blick seinerseits. Es war klar, dass er diese dumme Frage heute schon mehr als einmal gehört hatte. Aber er erteilte mir tapfer weiter Auskunft:

Ja, wie gesagt, gibt es diesen Zug nicht mehr. Denn er ist durch einen doppelt so langen ICE ersetzt worden, und den kann man übrigens nicht reservieren, aber es ist genug Platz drin. Auch wenn er der Mann offensichtlich kaum der richtige Adressat für Verbesserungsvorschläge war, erlaubte ich mir, darauf hinzuweisen, dass dieser an sich ja erfreuliche Umstand aus der Bahnsteig Anzeige nicht so richtig hervorginge. Er fand das auch.

Prompt sprang die Anzeige um, eine neue Zugnummer erschien und die “Fällt aus” Laufschrift ging aus. Entweder können Eingaben bei der Obrigkeit doch etwas bewirken, oder die Bahn verwendet für die Anzeige eine Software, die bis 5 Minuten vor Abfahrt ordnungsgemäß den ausgefallenen Zug anzeigt. Obwohl seit einer Woche bekannt ist, dass es einen Ersatzzug gibt. Ich glaube jetzt der Einfachheit halber mal, dass meine Beschwerde die Korrektur der Anzeige bewirkt hat,

Was genau gespielt wurde habe ich nicht erfahren. Im Zug wurde gesagt, aufgrund einer technischen Störung würden die Reservierungen an den Plätzen nicht angezeigt und man solle seinen Platz für Gäste mit Reservierungen gegebenenfalls freigeben.

Ob es was mit der Fussball WM zu tun hat? Mein Zug vor zwei Wochen von Hamburg nach Göttingen war ebenfalls unfahrplangemäß ein verdoppelter ICE. Und auch dort wurde von einer “technischen Störung, Reservierungen, bla bla bla” geredet. Die Verwirrtaktik mit der falschen Anzeige haben sie damals allerdings unterlassen.

Spass mit dem Online Ticket der Bahn

Thursday, October 27th, 2005

Neulich war ich mit der Bahn unterwegs. Und da hat man ja immer was zu erzählen.

Also. Meine Kollegin kaufte für mich wie schon sehr oft ein Online Ticket und trug dort meine Bahncard Nummer ein. Hin- und Rückfahrt. Auf der Hinfahrt wurde wie schon sehr oft die “Zertifikat” Nummer und meine Bahncardnummer in das mobile Datenerfassungsgerät der Schaffnerin eingetickert und sie stempelte die Hinfahrt auf dem Ticket ab. Neuerdings sagen die Schaffnerinnen bei dieser Gelegenheit auch Danke und nicht mehr wie früher Bitte.

Auf der Rückfahrt runzelte Schaffnerin Frau G. die Stirn und sagte, daß dieses Ticket nicht gültig sei und ich wohl leider eine neue Fahrkarte kaufen müsse. Auf dem Ticket stand nämlich nicht mein Name, sondern (wie immer) der Name meiner Kollegin, die dieses Ticket für mich gekauft hat.
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