Bitte keine heisse Asche einwerfen

Archive for the 'Ausnahmefilme' Category

Let The Right One In

Monday, February 23rd, 2009

sofinsterdienacht2

sofinsterdienacht

Er hat eine wunderbare Kamera. Ein originelles Drehbuch. Tolle Kinderdarsteller. Offensichtlich einen begabten Regissieur, der schon mit den ganz großen verglichen wird. Der Ton ist klasse. Und er hat einige Preise eingeheimst. Sorry, falls ich etwas vergessen haben sollte. Wir haben hier wahrscheinlich den besten Film des Jahres 2008. Es ist zu erwarten, dass er mit amerikanischen Darstellern noch mal aufgelegt wird, um dann die Blöcke bustern. Vampire sind ja grade ziemlich “in”.

Lasst Euch nicht vom Genre “Vampirfilm” abschrecken, er befindet sich in mehreren Genres. Auch dadurch wirkt der Vampirismus auf eine seltsame Art sehr realistisch und selbstverständlich.

Meine übliche Empfehlung: Lest Euch nicht zu tief in die Inhaltsangaben ein. Guckt ihn Euch einfach an und geniesst es, endlich wieder etwas anderes als das übliche zu sehen. Ich komme auch noch mal mit rein. Der Film heisst auf Deutsch “So finster die Nacht”.

Es gibt bereits “LTROI” Fanclubs, die z.B. sowas produzieren.

Und hier ein Making of (schlimme spoiler, nicht vorher gucken!)

Gesehen im Lumière.

Pan’s Labyrinth

Thursday, March 15th, 2007

“[...] I was aching to do a tale that was rooted in a visual world that I could codify and then run amok”, sagt Regissieur und Drehbuchautor Del Toro. Er hat sein Ziel erreicht. Es bedarf nicht dieses unbedeutenden Blogs, um den Film über den grünen Klee, zu preisen. Das haben IMBD (Platz 57 aller Filme), “die” Academy (drei Nominierungen) und andere bereits hinreichend getan. Man muss ihn gesehen haben und ich rate wie immer, aber hier besonders, dazu, vorher keine Inhaltsangabe zu lesen. Ich bin vollkommen hin- und hergerissen: ich weiss nicht, ob ich den Film noch ein zweites Mal ertrage, aber das ist vermutlich das Beste was es 2007 zu sehen geben wird.

Dear Wendy

Tuesday, September 5th, 2006
“And it was so forbidden to say that word, that we called it “loving” instead. And “loving” could never ever happen because that would be the end of it all.”

Drehbuch Lars von Trier, Regie Thomas Vinterberg, aber es ist kein Dogma Film – las ich sinngemäß auf der Verpackung, als ich ihn in der Videothek meines Vertrauens in der Hand hielt. Vorsichtshalber ausgeliehen, man könnte ja was verpassen. Mit junger Stimme wird ein Brief an Wendy vorgelesen und es entwickelt sich eine faszinierende Geschichte, wunderbar fotografiert. In dem Moment in dem sich mein Verdacht bestätigte, wer Wendy ist, wusste ich, dass ich den Film lieben würde. Weil ich Filme mag, die anders als die anderen schon gesehenen sind. Ich grübele noch ob das ein Ausnahmefilm ist, denn direkt nach dem Sehen neige ich traditionell zur Überbewertung.

Dies ist der erste Film, den ich hier anspreche, den ich nicht im Kino gesehen habe, sondern auf DVD. Nicht nur, weil unsere Göttinger Kinos keinen Spass machen, sondern auch weil er dort offenbar gar nicht lief.

Un long dimanche de fiançailles

Tuesday, February 1st, 2005

Jean-Pierre Jeunets letzter Film hieß “Le Fabuleux destin d’Amélie Poulain”. Es lohnt sich, dort die Extra DVD anzugucken, um zu verstehen wie er zusammen mit Bruno Delbonnel diese unglaublich schönen, surrealistischen, grauenhaften und poetischen Bildkompositionen erschafft.
Daneben erscheint es mir fast irrelevant zu berichten, daß die restlichen Eigenschaften dieses Films in meinen Augen ebenfalls überragend sind. Die üblichen Verdächtigen Schauspieler sind wieder dabei, zusätzlich diesmal Jodie Foster (die interessanterweise gar nicht aus Aushängeschild für den Film mißbraucht wurde).

(Natürlich bringt es Göttingens Film Mafia wie bei allen herausragenden Filmen der letzten Jahre fertig, sie nur auf kaputter Hardware zu zeigen. Wenn ihr endlich Pleite seid werde ich darauf anstossen.)