Archive for the ‘Gesehene Filme’ Category
Film: Screamers The Hunting

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Und ich höre sofort auf immer über Thomas Horrorfilme zu lästern. Denn ich muss gestehen, dass ich mich auf praktisch jedes Niveau begeben kann, solange Raumschiffe im Film vorkommen.
Und das gilt auch für Krapos Vampirfilme. Letztere hat den Captain des Rettungsschiffs prompt erkannt, denn die Darstellerin kommt auch in “Blood Ties” vor.
Dieser Film ist die damals schon angelegte Fortsetzung des B-Movies “Screamers” (1995), den ich und viele andere Sci-Fi Freunde lieben. Diese Fortsetzung hätte es besser nicht geben sollen und sie ist auch zu vielen Teilen mehr ein (schlechtes) Remake, als eine Fortsetzung. Und sie ist auch gar nicht erst fürs Kino herausgebracht worden sondern gleich auf DVD. Drehbuch und Regie des Sequels sind vom damaligen Produzenten.
Die Idee für die Story stammt von Philip K. Dick, und ist daher zwangsläufig grossartig.
Mehr gutes gibt es über den Film nicht zu sagen. Er splattert (ob das gut oder schlecht ist sei dahingestellt), ist unlogisch, die Schauspieler passen teilweise gar nicht, Klischeehaft, Vorhersagbar, stellenweise sogar langweilig.
Aber er ist mit Raumschiffen und macht von der Raumschiffgeschmacksverirrung Betroffenen wahrscheinlich trotzdem Freude.
Let The Right One In

Er hat eine wunderbare Kamera. Ein originelles Drehbuch. Tolle Kinderdarsteller. Offensichtlich einen begabten Regissieur, der schon mit den ganz großen verglichen wird. Der Ton ist klasse. Und er hat einige Preise eingeheimst. Sorry, falls ich etwas vergessen haben sollte. Wir haben hier wahrscheinlich den besten Film des Jahres 2008. Es ist zu erwarten, dass er mit amerikanischen Darstellern noch mal aufgelegt wird, um dann die Blöcke bustern. Vampire sind ja grade ziemlich “in”.
Lasst Euch nicht vom Genre “Vampirfilm” abschrecken, er befindet sich in mehreren Genres. Auch dadurch wirkt der Vampirismus auf eine seltsame Art sehr realistisch und selbstverständlich.
Meine übliche Empfehlung: Lest Euch nicht zu tief in die Inhaltsangaben ein. Guckt ihn Euch einfach an und geniesst es, endlich wieder etwas anderes als das übliche zu sehen. Ich komme auch noch mal mit rein. Der Film heisst auf Deutsch “So finster die Nacht”.
Es gibt bereits “LTROI” Fanclubs, die z.B. sowas produzieren.
Und hier ein Making of (schlimme spoiler, nicht vorher gucken!)
Gesehen im Lumière.
Babylon A.D.

Mathieu Kassovitz ist wohl betrübt darüber, dass er den Film nicht so machen konnte wie er eigentlich wollte. Das was das Studio vom Film übrig gelassen hat ist auch in meinen Augen eine abstruse Handlung mit reichlich Action.
Aber Depardieus Maske, die schöne Endzeit Sci-Fi Atmosphäre und der Soundtrack (der anscheinend noch nicht veröffentlicht ist, aber im Abspann stand ganz oft “Achozen” und einmal “Sepultura” und hier gibt es jemanden der den Soundtrack wunderbar seziert hat.) machen das ganze wieder wett und ich würde mir den Film sogar noch mal angucken, erst recht, falls es einen directors cut geben sollte.
Leider keine Raumschiffe.
Pan’s Labyrinth
“[...] I was aching to do a tale that was rooted in a visual world that I could codify and then run amok”, sagt Regissieur und Drehbuchautor Del Toro. Er hat sein Ziel erreicht. Es bedarf nicht dieses unbedeutenden Blogs, um den Film über den grünen Klee, zu preisen. Das haben IMBD (Platz 57 aller Filme), “die” Academy (drei Nominierungen) und andere bereits hinreichend getan. Man muss ihn gesehen haben und ich rate wie immer, aber hier besonders, dazu, vorher keine Inhaltsangabe zu lesen. Ich bin vollkommen hin- und hergerissen: ich weiss nicht, ob ich den Film noch ein zweites Mal ertrage, aber das ist vermutlich das Beste was es 2007 zu sehen geben wird.
Dear Wendy
“And it was so forbidden to say that word, that we called it “loving” instead. And “loving” could never ever happen because that would be the end of it all.”
Drehbuch Lars von Trier, Regie Thomas Vinterberg, aber es ist kein Dogma Film – las ich sinngemäß auf der Verpackung, als ich ihn in der Videothek meines Vertrauens in der Hand hielt. Vorsichtshalber ausgeliehen, man könnte ja was verpassen. Mit junger Stimme wird ein Brief an Wendy vorgelesen und es entwickelt sich eine faszinierende Geschichte, wunderbar fotografiert. In dem Moment in dem sich mein Verdacht bestätigte, wer Wendy ist, wusste ich, dass ich den Film lieben würde. Weil ich Filme mag, die anders als die anderen schon gesehenen sind. Ich grübele noch ob das ein Ausnahmefilm ist, denn direkt nach dem Sehen neige ich traditionell zur Überbewertung.
Dies ist der erste Film, den ich hier anspreche, den ich nicht im Kino gesehen habe, sondern auf DVD. Nicht nur, weil unsere Göttinger Kinos keinen Spass machen, sondern auch weil er dort offenbar gar nicht lief.
