Bitte keine heisse Asche einwerfen

Archive for September, 2008

Unser Liesel in 3D

Sunday, September 14th, 2008

Ich hab den Leuten gesagt, dass sie BITTE einmal kurz aufhören sollen zu zappeln. Aber nein – man siehts ja. Ich glaube das haben die Extra gemacht.

Unsere Bagger in 3D

Sunday, September 14th, 2008

Nein, das sind natürlich nicht unsere Bagger, aber ich wollte angemessen auf Heiners schönes Foto von seinem “Garten in 3D” reagieren. Diese 3D per Animationstechnik, wurde in “Bitte keine heisse Asche einwerfen” vor ein paar Jahren schon einmal bewundert, jetzt war es an der Zeit endlich mal selbst zum Gimp zu greifen.

Auf dem Loch, das die Bagger geschaufelt haben, stand früher einmal das Rechtsmedizinische Institut. Der Satellit sieht es noch:

Babylon A.D.

Sunday, September 14th, 2008


Mathieu Kassovitz ist wohl betrübt darüber, dass er den Film nicht so machen konnte wie er eigentlich wollte. Das was das Studio vom Film übrig gelassen hat ist auch in meinen Augen eine abstruse Handlung mit reichlich Action.

Aber Depardieus Maske, die schöne Endzeit Sci-Fi Atmosphäre und der Soundtrack (der anscheinend noch nicht veröffentlicht ist, aber im Abspann stand ganz oft “Achozen” und einmal “Sepultura” und hier gibt es jemanden der den Soundtrack wunderbar seziert hat.) machen das ganze wieder wett und ich würde mir den Film sogar noch mal angucken, erst recht, falls es einen directors cut geben sollte.

Leider keine Raumschiffe.

So… jetzt isser kaputt.

Monday, September 8th, 2008

So ähnlich hätte wohl Sveenies Mutter das gestrige Geschehen kommentiert.

Die beiden blauen Marker sind 1150 Meter Luftlinie voneinander entfernt. Es ist “natürlich” genau das passiert, was einem Anfänger beim First Person View Fliegen passiert: Man hat keine “Instrumentenfluganzeigen”, keine Höhenanzeigen, Himmelsrichtung…, fliegt zu weit weg und irgendwo im Bereich des Fragezeichens wurde das Modell zum letzten Mal gesehen.

Vollkommen doof waren wir dabei eigentlich nicht – es war auch Pech mit im Spiel. Als das Modell bedenklich weit weg war, warnte Checkov, der die Position beobachtete. Nur herrschten in ca. 800 Meter Entfernung völlig andere Windverhältnisse, als bei uns am Startpunkt. Das Modell wurde im Segelflug vom Wind weggeblasen. Und zwar schneller als ich kapierte, dass jetzt wirklich der Motor gebraucht worden wäre. Als ich es nicht mehr erkennen konnte, ging ich wieder auf FPV und konnte noch einige Sekunden steuern, aber dann war die Video-Transmitterreichweite überschritten und das ging auch nicht mehr.

Es folgte ein Gewaltmarsch Richtung “letzte Position”. Kurz vor dem Wald erklomm ich einen Hochsitz, in der Hoffnung aus der Höhe ein Videosignal zu erhalten. Negativ.

Der Abtriebrichtung folgend wanderte ich um das Waldstückchen herum, von wo aus man einen sehr schönen Blick über die Landschaft hat. Kilometerweite Felder und Wiesen. Zum Wandern wunderbar. Allerdings heftiger Wind Richtung Norden und nur noch 30 Minuten Zeit bis alles in Dunkelheit versinkt. Auf einem Hochsitz hinter dem Waldstück bekam ich das erhoffte Videobild. Es war Gras zu sehen. Das half etwas, die Lage einzuschätzen und es war klar, dass es nicht sehr weit weg vom Hochsitz sein könnte, aber wir steuerten auf eine unangenehme Situation zu:

Das Modell ist weg – keine Chance es im Dunkeln zu finden – und man kriegt noch ein paar Stunden ein Videobild und ärgert sich schwarz.

Glücklicherweise lag das Modell weitere 100m Richtung Lee im Gras. Fast unversehrt.

Eben habe ich einen Ortungspiepser bestellt. Nein – Zwei. Checkov braucht auch einen.

Nachtrag:
Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen (siehe Kommentare). Dem Modell ist so gut wie nichts passiert. Es ist nach wie vor flugfähig. Trotzdem Danke für Euer Mitgefühl :-)

Funkkamera / Aufnahmen Drachenwiese

Saturday, September 6th, 2008

Erster Testaufbau der IF OSC Kamera, die jetzt noch per Kabel an die Videobrille angeschlossen ist. Da dieser Test erfolgreich war, bauen wir gleich den den Sender ein. Was das mit Fliegen zu tun hat?
Genau vor einem Jahr stiess ich auf einen Film in dem jemand in Kanada ein Flugzeug fernsteuert und dabei per Video-Funkübertragung aus dem Flugzeug rausguckt. Hürde Nummer eins, “lerne ein Modell-Flugzeug sicher fliegen” ist genommen. Jetzt kommt die Kamera dran.

[Fortsetzung]

Auch der Aufbau des Senders hat auf Anhieb funktioniert. Sveenie war dabei über Skype zugeschaltet und erhöhte die Lötsicherheit durch Ermahnungen wie “Ist die Polarität wirklich richtig?!”.

Checkov reparierte derweil den gestern heftig angeschlagenen Easy Star und wir schafften es gerade noch rechtzeitig zur Drachenwiese um zu fliegen. Vor Ort wurde uns klar, dass es nicht nur schon 30 Minuten vor Dunkelheit, sondern obendrein sehr windig war. Letzteres war auch daran erkennbar dass Kite-Surfer auf der Wiese unterwegs waren Einen sieht man auf dem Foto. Weder Checkov noch ich sind bei solchem Wind bisher geflogen. Ausserdem fing es an zu Regnen. Aber was soll man machen? Das Kamera musste doch getestet werden, und zwar sofort.

Also Kamera ans Flugzeug gepappt:

Der Flug geriet etwas schwerfällig – wegen des überdimensionierten Akkus – aber schön weit hoch um Spielraum für ungeplante Höhenverluste zu haben und dann erst die Video-Brille aufgesetzt.

Un-be-schreib-lich.

Dass FPV, First Persion View – Flug mit Sicht “aus” dem Modellflugzeug, sofort süchtig macht kann man überall lesen und wir können es hiermit bestätigen. Interessanterweise zeigt die Kamera ein sehr helles Bild, auf dem bessere Sicht ist, als in der tatsächlich schon fortgeschrittenen Dämmerung.

Beim Absetzen der Brille gibts dann jeweils eine ganz schöne Überraschung: Wie dunkel es in Wirklichkeit ist, Wo das Flugzeug sich tatsächlich befindet. Wie schnell und niedrig es schon ist. Man sollte das nur machen, wenn eine zweite Person Real auf das Flugzeug schaut und einem zeigen kann, wo am Himmel es ist. Man nennt dieses Verfahren auch “Immersion”. Eintauchen in die Virtualle Realität. Wenn man die Brille ein paar Minuten auf hat, wird das was man durch sie sieht immer mehr als “real” akzeptiert. Man fühlt sich als säße man wirklich in dem Flugzeug. Was die Frage aufwirft, wozu man den ganzen Aufwand eigentlich treibt. Das geht doch auch am Computer. Anscheinend muss die virtuelle Realität doch irgendwie Real sein um überzeugend genug zu sein.

Nun fragt wahrscheinlich jeder, ob es denn auch eine Aufzeichnung der per Funk übertragenen Videos gibt. Dazu fehlt uns derzeit noch ein mobiles Aufzeichnungsgerät.
Und man muss sich darüber im klaren sein, dass die Qualität der winzigen Überwachungskamera, vergleichsweise schlecht ist. Die andere Videokamera (die wir bisher fliegen liessen), liefert viel bessere Bilder. Die sind aber zu gross für die gegenwärtig eingesetzte Sendetechnik.

Letztlich wird es darauf hinauslaufen, die Funk-Kamera und die Video-Kamera (oder einen Fotoapparat) gleichzeitig zu fliegen. Das hat den Vorteil, am Boden sehen zu können, was die Videokamera (oder der Fotoapparat) zu sehen bekommen. Anstatt schätzen zu müssen, wo die Videokamera hinguckt, wird man durch die zweite (FPV-) Kamera zielen können. Im folgenden Video kann man sehen, wie sehr ich mich verschätzt habe – der Ballon sollte eigentlich viel besser zu sehen sein.

Also, nein, wir haben nicht aufgezeichnet.

Aber von dem Ort, der Drachenwiese, gibt es eine ca. drei Wochen alte bislang unveröffentlichte Videoaufnahme. Aufgezeichnet von einer Billig-HD Kamera:

Hier klicken für: Version-für-schwächelnde-Bandreiten-und-oder-Computer.