Bitte keine heisse Asche einwerfen

Archive for July, 2008

Sixpence none the Richer + Klee

Thursday, July 10th, 2008

Sixpence none the Richer EP

Klee: Zwei Herzen

Rauchendes Kabel

Wednesday, July 9th, 2008

Das kriegt man zur Zeit wenn man eigentlich “www.mdrfigaro.de” haben möchte. Offensichtlich wurde deren USB Internetanschluss überlastet und qualmt nun. Kann denen bitte mal jemand nen ordentlichen Gigabit Ethernetanschluß spendieren? So wird das doch nix.

Flugtag K33

Sunday, July 6th, 2008

Flugtage K26 – K32

Thursday, July 3rd, 2008

Damit das Logbuch vollständig bleibt, muss ich wohl mal ein bisschen was nachholen:

K26: Was bisher geschah. Der Chinese aka Kyosho Hype Relax (baugleich mit Smart Fly 200 und BMI Elbatros und alle zusammen unverschämte [unvollkommene] Klone des Easy-Gliders) ist wie wir wisssen nach einem exorbitanten Absturz bei dem Checkov und Hoschi Zeuge waren zwecks Familienfliegens wieder repariert und hat unwahrscheinlich viel Heisskleber in der Nase.
Checkov hat einen seiner zwei Easy-Stars nun endlich startklar und nachdem die Luftschraube nun richtig rum sitzt und der durchgebrannt Motor durch einen neuen ersetzt ist fliegt der sogar richtig gut.

K27: Seit gut einem dreiviertel Jahr nutzen wir nun einen abgelegenen brachliegenden Acker zum Starten und Landen und sind glücklich. Heute gab es dann das Problem, das jeder Wildflieger kennt. Die Felder sind voll mit leckerem Getreide und das Borstenvieh knabbert dran herum. Es ist Jagdsaison. Prompt kriegten wir während der Flieger in der Luft war Besuch von einem kleinen Herrn in Tarnklamotten mit einem dreckigen Jeep.

Ich hörte hinter mir die Spaziergänger fragen “Na? Schon was geschossen?” und die Antwort “Nee, aber jetzt gibts hier erstmal dicke Luft”. Eine stressige Situation: In den Himmel guckend, ein schlecht steuerbares Flugzeugwrack lenkend und von hinten ein HB-Männchen annähernd. Ich sagte: “Ich lande jetzt erstmal, danach können Sie mich anscheissen”. Checkov war zu dem Zeitpunkt zwar nicht in der Luft aber zu weit weg um helfen zu können. Landen unter erschwerten Bedingungen also, hat aber gut geklappt. “Wenn ihr nicht in 5 Minuten hier weg seid, hole ich die Polizei. Usw.” Es spielt gar keine Rolle, ob der Mann recht hat oder nicht (hat er nicht) – wenn es an diesem Platz Theater gibt machts dort keinen Spass mehr. Schade um den schönen Flugplatz. Halali.

Die folgenden Tage wurden genutzt, um den fast fertigen Easy Glider endlich fertig zu stellen. Ich hing an dem Verlegen der Kabel zu den Querrudern fest. Die ansonsten perfekte Bauanleitung widerspricht sich zu dem Thema. Man soll die Kabel nicht mit CA Kleber in Berührung bringen, weil die Isolation sonst versprödet. Aber das ist praktisch unmöglich. Es ist nicht genug Platz da, um die Kabel nach Ende der Klebearbeiten noch unterbringen zu können. Am Ende war es ein beherzter Kompromiss.
Die Kabel konnten nicht mit einer Steckverbindung verlängert werden, weil nicht genug Platz war. Stattdessen musste ich löten und sogar ein bisschen im Elapor herumschnitzen um die dicken Graupner Gold Verlängerungskabel unterbringen zu können. Aber es müssen schon die robusten Kabel sein, sie werden beim Einstecken der Tragflächen sehr beansprucht.

Als das geschafft war, fehlte nicht mehr viel: Motor reinschrauben, Empfänger, Regler und Kabel reinbasteln. Das passt alles ganz gut. Beim Auswiegen stellte sich heraus, dass der Akku erstaunlich tief in den Rumpf geschoben werden muss, damit der Schwerpunkt der Flugzeug da liegt wo er hin soll: 70mm hinter die Vorderkante
der Tragflächen. Und es sollte weitaus weniger Klettband zum Befestigen des Akkus verwendet werden, als ich Anfangs dachte. Nach dem ersten Einsetzen hat es 30 Minuten gedauert, bis der Akku wieder raus war.

Fertig.

Warten auf Windstille. Kam aber keine. Letzten Freitag hat es mir gereicht und ich habe Checkov gebeten mir beim Einfliegen zu helfen. Egal obs windig ist oder nicht. Und Checkov schlug vor, den Modellflugplatz in Moringen aufzusuchen. Ein Kollege fliegt dort.

Mit einem kleinen Umweg fanden wir den Flugplatz. Auf dem Umweg stiessen wir auf einen “richtigen” Flugplatz in Moringen. Eine wirklich windige Landebahn. Die Flieger die dort Segelfliegen, sind von der Göttinger DLR und schreiben auf ihrer Webseite “wer bei uns Fliegen lernt, ist anschliessend Buschpilot.” Allerdings. Wer dort landen kann, kann überall landen… Interessanterweise findet man über den Flugplatz, der um 1920 herum in Betrieb ging einen Bericht über eins der ersten Flugzeuge die dort flogen. Es hiess “Schorse Szültenbürger”. Einigen Lesern dieses Blogs ist dieser Name ein Begriff, denn so heisst unsere Stammkneipe.

K28. Der Erstflug des Easy Gliders. Es war windstill. Wir waren viel zu spät angekommen, das Licht liess schon nach aber – kein Wunder – auch der Wind. Ideale Bedingungen. Der Motor des Fliegers ist nichtmal der größte den der Hersteller anbietet und trtzdem er ist für dieses Flugzeug sehr sehr stark. Kein Vergleich zu den sogenannten Chinaglocken aus den oben genannten chinesischen Nachbauten (die übrigens auch in CD-ROM Antrieben verwendet werden).
Man fliegt daher bei Vollgas gefühlt Senkrecht, tatsächlich mit mindestens 45 Grad in die Luft und muss ordentlich drücken, wenn man im Kontrollierbaren Bereich bleiben möchte und das möchte man. Und die Reaktion des Flugzeugs auf Steuerbewegungen – traumhaft. Wahrscheinlich für die meisten Modellpiloten normal – für mich chinageschädigten – wie gesagt – traumhaft. So kann sich das also auch anfühlen. Das sind sie: Die kleinen Knüppelbewegungen auf die das Flugzeug korrekt reagiert und die Anfänger erst lernen müssen, weil sie viel zu grobe Knüppelbewegungen machen. Angenehm ist auch, dass das Flugzeug eingeschlagenen Kurven beibehält und langsam wieder in Ausgangposition kommt. Bei Wendemanövern hat es tatsächlich Wirkung, das Höhenruder zu ziehen – der Vogel sackt kaum ab.
Ich glaube mit diesem Flugzeug kann man – wenn man kann – tatsächlich per Thermik oben bleiben.

K29. Leider ist die Flycam One 2 “verschwunden”. Ich wollte sie tojo schicken und hab sie irgendwo hingetan um sie zur Post zu bringen und es dann doch sein gelassen, weil er inzwischen eine bestellt hatte. Mal sehen wo die wieder auftaucht. Egal – sie ist ja eh nicht in Ordnung. Von Übermut geplagt, befestigte ich also mein Handy am Flugzeug und flog los. Ergebnis: Aussenlandung. Und: Handy schaltete nach 30 Sekunden hab. Das war also nix. Checkov ist ebenfalls total begeistert von dem schönen Flugplatz.

K30. Der Fussballabend. Deutschland im EM Endspiel gegen irgendjemand anderen, der natürlich viel besser spielt. Hab ich nicht gesehen, weil ich lieber fliegen war. Natürlich ganz alleine auf dem Flugplatz. Keine Ahnung, wo die anderen alle waren.

K31. Checkov und ich treffen auf seinen Kollegen und dessen Bruder, die einen 3D Flieger mit Verbrennermotor antesten. Aus unserer Sicht unter Aufhebung diverser Naturgesetze. Aus Sicht des Piloten: Naja, den kann man halt nicht so schnell fliegen.
Checkov fliegt seinen Easy Star ausser Sichtweite, landet in einem Baum und verschwindet für 30 Minuten, in denen er eine Kiefer erklimmt und einen ziemlich lädierten Flieger runterholt. Das Hochseiltraining hat also was gebracht. Die Brücke unter der die Tragflächen sitzen ist rausgebrochen. Aber Checkov hat natürlich CA Kleber und Aktivatorspray dabei und ist 20 Minuten später schon wieder in der Luft. Er beherrscht den Easy Star jetzt so sehr, dass ihn nach Querrudern dürstet. Nach Begutachtung des ausser Dienst gestellten Chinesen beschliessen wir, ihn wieder in Betrieb zu nehmen. Checkov hat etwas wesentliches entdeckt, das mir dummerweise entgangen ist: Der Bowdenzug in der Tragfläche, deren Querruder so schlecht funktioniert, ist gar nicht mehr richtig mit dem Servo verbunden. Mal sehen, wie der fliegt, wenn das gefixt ist.

K32. Heute. Volker, der schon lange mal mitwollte hat heute Abend zufällig doch Zeit und kommt mit. Auf der Hinfahrt überlegen wir noch, ob wir vielleicht nach Northeim weiter fahren und mit Volkers Cessna, auf der er gerade einen Pilotenschein macht, fliegen. Aber dann doch zum Modellflugplatz. Und wir treffen auf einen netten Herrn, der gerade einen sehr schönen handgebauten Motorsegler startklar macht. Die Windrichtung auf dem Flugplatz ist heute um 180° anders als sonst. Das macht sich bei der extrem langen Landung mit dem Wind bemerkbar. Schlauer wäre es anders herum – gegen den Wind – zu landen, aber das würde erfordern, über dem Wald die Landung einzuleiten, wo ausserdem die Abendsonne steht und man nix sehen kann. Es kam noch jemand vom Moringer Modellfliegerverein und lieferte u.a. die erhofften Thermik-Tips. Hinter dem Wald im Norden ist eine Kiesgrube. Tatsächlich bemerke ich, dass dort etwas anders ist. Leider ist die Kiesgrube ganz schön weit weg und ich kann die Lage der Flugzeugs kaum erkennen und schaffe es nicht wirklich, dort in der Thermik zu bleiben.

Nebenbei laufen Recherchen zu Kameras. Ich finde einen Anbieter von Immersionsflug Ausrüstung, der deutlich billigeres Material hat, als das zuletzt in der Schweiz gefundene. Wir sprechen jetzt von weniger als 500€. Und wir haben einen übermotorisierten Easy Glider mit reichlich Platz im Cockpit. Es geht ja erstmal gar nicht um FPV Flug, sondern nur darum schöne Luftaufnahmen zu bekommen.

Interessant sind auch Variometer. Der Stand der Technik ist: Variometer misst auf- und Abtrieb und gibt die Werte per Sprachausgabe auf ein LPD Funkgerät weiter. Leider kosten die billigen immer noch 300€.