Archive for October 15th, 2007
Flugtag sieben
Am Sonntag erfolgte notgedrungen vorzeitig die Programmierung des Fernsteuercomputers, die alte Fernsteuerung war ja bekanntlich leer und das Ladegerät bereits mit dem Laden des Computers belegt. Das Ladegerät ist übrigens ein zwei Jahrzehnte altes, vom Vater des Autors selbst gebautes, um damit den Akku eines Bootsmodells zu laden. Sveenie hat das Gerät vermessen und für immer noch einsatzfähig befunden. Zum Schnelladen taugt das Gerät anscheinend nicht, es scheint auf 220 mA Ladestrom begrenzt zu sein. Vielleicht erspart uns das einen Zimmerbrand.
Bastelarbeiten: Flicken des Risses vom Vortag, diesmal mit Heisskleber, der besser geeignet erscheint als Sekundenkleber. Nochmaliges gründlicheres Ölen des Bowdenzugs des Seitenruders. Neue Positionierung des Hebels, der auf dem Servo des Seitenruders sitzt (wie heisst der?), damit das Seitenruder einigermassen gleichmässig nach Links und Rechts ausschlägt. Die Konstruktion ist sehr billig und das Ruder schlägt viel weiter nach Links aus als nach Rechts.
Nochmaliger Versuch den Brushlessmotor zu reparieren. Der “Stator”, also die gewickelten Elektromagnete, übertragen die Kraft auf den Rumpf über einige wenige Kupferdrähte die eigentlich nur dazu dienen, den Strom einzuspeisen. Ohne Erfolg. Der Autor hat immer noch nicht raus, wie diese Statoren befestigt waren, bevor er den Motor mehrfach in den Boden gerammt hat. Die hinteren Madenschrauben sind es anders als erhofft wahrscheinlich doch nicht. Also rechnet der Autor nach wie vor damit, dass der Motor in der Luft final ausfallen wird. Mit einem Segelflugzeug wird das hoffentlich nicht fatal, ausser wenn es in Bodennähe passiert.
Video Kurzbeschreibung:
Smart Fly 200. Zwei Flüge mit jeweils verlustfreien Landungen, Looping, Rückflug und versuchter Rolle, sowie Stöhnen der Kamerafrau.
Musik: K.Lin “Sky Movie” dankenswerterweise unter der Creative Commons. Merci!
Lange Beschreibung (die eigentlich mit Untertiteln erscheinen sollte, aber es fehlt noch die Software dafür und der Premiere Express Server bei Youtube ist derzeit offline):
Sprecher:
K (Kamerafrau)
P (Pilot)
0:00 K. hat Start verpasst, P ist schon am übermütig werden, das sieht aus wie ein Looping, den P aber irgendwie anders in Erinnerung hat.
0:19 P: Merkst Du wie der schiebt? (das Flugzeug “steht” gegen den Wind und wird dabei seitlich versetzt.)
0:20 K: Ich merk zur Zeit gar nichts.
1:22 K. macht obszöne Geräusche, weil das Verfolgen des Flugzeugs wirklich anstrengend ist. (Nächstes Mal Regie-Campingstuhl mitnehmen).
1:55 Looping mit anschliessendem Versuch einer Rolle, die aber bei einer halben bleibt.
2:34 Kamera kurz aus, aber gleich wieder an. Ab da ist es viel dunkler, weil die Kamera doof ist und die Videoaufnahme nur beim Start einstellt, danach aber nie wieder nachregelt. So dunkel war es in Wirklichkeit nicht.
2:58 P stellt fest, dass der Motor bei Hebelstellung Null noch ein bisschen läuft, womit man nur unter Verlust der Luftschraube und/oder des Motors landen kann. K empfiehlt, den Akku leer zu fliegen, oder den Rückwärtsgang einzulegen. Trimmen des Gebers half aber.
3:50 Entschluss zur Landung.
4:24 Landung geglückt. Aber in grosser Entfernung, man kann sie nur erahnen.
Nach kurzer Beratungspause: Zweiter Flug.
4:25 Start
Das Modell hat gegen den Wind weniger Kraft als bei den ersten Flügen, glaubt P. Man kann im Film sehen, wie es ungerne in die Richtung fliegt, in die es gestartet wurde. Aber es muss – und es gewinnt Höhe dabei.
4:52 K befindet das Bild als “überbelichtet” und startet neu. Und verpasst dabei den grössten Teil des:
4:54 sensationellen Rückenflugs.
6:05 Landung. Sehr sanfte Landung.
